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Katzen- und Hundefreunde, |
Vor einigen Jahren noch, waren für mich Futtermitteldeklarationen
ein Buch mit sieben Siegeln. So kompliziert, dass ich gar keine
Lust und Motivation aufbrachte, mir darüber weitere Gedanken zu
machen. Zwar kaufte ich sehr wohl die Futtersorten, die meinen
Tieren schmeckten und die nicht die allerbilligsten waren, aber
woraus letztendlich der Inhalt bestand, war mir ziemlich egal.
Das änderte sich relativ schnell, als mein Hund Lucky, auf
jegliches Futter, das ich ihm anbot, mit permanenten Durchfällen
reagierte.
Ich war gezwungen mich mit dem Thema Ernährung auseinander zu
setzen und das war gut so. Schließlich profitieren heute alle
meine Tiere davon, dass sie keinen Abfall mehr fressen müssen, und
danken es mir mit einer top Gesundheit und wunderbarem Fell !
Ich habe für all diejenigen, die Interesse an gutem Futter haben
und sich fünf Minuten Zeit nehmen, die Bedeutung der Inhaltsstoffe
auf den Deklarationen zusammen geschrieben. So werden Sie die
Möglichkeit haben gutes von minderwertigem Futter zu
unterscheiden.
Doch, was ist denn „gutes Futter“?? Wenn man der
Futtermittelindustrie Glauben schenkt, besonders den in der
Werbung vorkommenden Futtermittelherstellern, die uns vitale
proppere Welpen und Kitten zeigen, dann könnten wir getrost
wahllos ins Supermarktregal greifen, unseren Geldbeutel schonen
und dabei unseren Tieren auch noch etwas Gutes tun. Das Gegenteil
wäre aber der Fall:
Die gängigen Futtermittelsorten enthalten tierische und
pflanzliche Nebenerzeugnisse unbekannter Herkunft. Wer so etwas
füttert, der sollte sich darüber im Klaren sein was
Nebenerzeugnisse bedeutet:
Tierische Nebenerzeugnisse sind Schlachtabfälle wie Füße,
Schnäbel, Federn, Kot, Blut, Fell, Kadaver um nur einige zu
nennen, mit etwas Glück wertvollere Schlachtabfälle wie Herz ,
Leber und Pansen. Was letztendlich im Futter genau enthalten ist
weiß auf Grund mangelnder Deklarationen kein Mensch - zum Glück
für den Hersteller. Das Problem liegt im europäischen
Futtermittelgesetz: danach braucht der Hersteller keine genaue
Auflistung der verwendeten Zutaten auf der Packung anzubringen,
sondern ,der Gruppenbegriff „Fleisch und tierische
Nebenerzeugnisse“ umfaßt „die fleischigen Anteile von
geschlachteten, warmblütigen Landtieren sowie alle Produkte und
Nebenerzeugnisse, die bei der Verarbeitung des Tierkörpers
anfallen“. Somit dürfen oben genannte Abfälle und noch andere
mehr, als minderwertige billige Proteinquellen für Tierfutter
mitverarbeitet werden. Solche Zutaten gehen in die
Rohproteinberechnung ein, obwohl sie nicht von einem echten
Protein (wie Fleisch) stammen, und finden aufgrund geringer
biologischer Verwertbarkeit als große übelriechende Hunde- und
Katzenhaufen ihr Ende.
Nebenbei bemerkt: die Amerikaner haben ein anderes
Futtermittelgesetz. Danach muß die Fleischquelle genau angegeben
werden d.h. ob Fleisch von der Pute, Rind oder Lamm, etc. Bei
Deklarationen wie „Truthahn“, „Pute“ oder „Rind“ handelt es sich
hier zudem auch wirklich um Fleisch und nicht um Schlachtabfälle.
Desweiteren gibt es noch diverse Unterteilungen bezüglich der
verwendeten Fleischqualität. (z.B. Human Grade =
Lebensmittelqualität)
Pflanzliche Nebenerzeugnisse wie Erdnußschalen, Reisstärke,
Sojamehl, Weizengrane und Abfallprodukte aus der Bierbrauerei
fungieren als leere Füllstoffe, geben dem Tier ein Gefühl der
Sättigung und werden ebenso geringfügig verwertet. Weiterhin sind
sie hochgradig allergen und dafür verantwortlich, daß unsere Hunde
und Katzen verstärkt an Unverträglichkeiten, Magen -Darm-, Haut-
und Fellproblemen leiden. Das Geld das man hier gespart hat, trägt
man im Anschluß zum Tierarzt.
Im Übrigen waren eben diese pflanzlichen Nebenerzeugnisse
verantwortlich für Luckys Probleme. Seitdem er so etwas nicht mehr
fressen muß ist auch sein Darm wieder in Ordnung!
Die „besseren“ Futtermarken die ihren Preis haben und artgerechte
vollwertige Ernährung (ohne Nebenerzeugnisse) versprechen,
entpuppen sich bei genauerem Hinschauen als wahre
Getreidecocktails. In der Liste der Inhaltsstoffe umgehen die
Hersteller diese Tatsache, indem die Getreidesorten einzeln
aufgelistet werden. So ist es möglich Fleischmehl als erste Zutat
zu listen, obwohl zusammengerechnet die Hauptzutat gemischtes
Getreide ist. Daß Kohlenhydrate für unsere Tiere auch einen
wichtigen Energielieferanten darstellen ist klar, jedoch finde
ich, kommt es auf die Menge an. Schließlich sprechen wir hier von
Carnivoren (Fleischfressern).
Ein weiteres Problem ist, daß Fleisch oft im „Originalzustand“
(sprich ungetrocknet) gewogen und dem Futter beigefügt wird. In
diesem Zustand ist Fleisch „gewichtiger“ als andere Zutaten,
verliert jedoch nach dem Trocknen 75% seines Gewichtes (Fett und
Wasser). Der Begriff „Hühnerfleisch“ ist nach europ.
Futtermittelgesetz zwar Fleisch, aber vor dem Trocknen. Da die
Auflistung der Inhaltsstoffe nach Gewicht erfolgt, sollte dann
dieses Fleisch in der Inhaltsliste deutlich nach unten rutschen.
Ist Fleisch nämlich gewichtsmäßig tatsächlich an erster Stelle,
dann ist auch die Deklaration eine andere, nämlich: „getrocknetes
Hühnerfleisch“ oder „Hühnerfleischmehl“. Unter dem Begriff „Huhn“
verstecken sich i.d. Regel Schlachtabfälle.
Zum Thema Konservierung:
Nach einem teilweise Umdenken einiger kritischer Verbraucher kamen
die großen Hersteller zu dem Entschluß, BHA und BHT hinter dem
Begriff „EWG – Zusatzstoffe“ zu verstecken. Dabei nutzen diese
aus, daß die meisten Leute nicht wissen was erstens EWG –
Zusatzstoffe sind, und zweitens was ein Antioxidant ist.
BHA(E320) und BHT(E321) sind künstliche Antioxidantien welche
Krebs, Leberschäden, Allergien und Hautkrankheiten verursachen
können. Es versteht sich von selbst, daß solche
Konservierungsstoffe keine Verwendung finden dürften.
Die „Guten“ Antioxidantien (schützen das Fett in der
Trockennahrung vor dem Ranzigwerden) sind natürlich und auch noch
gesund: Vitamin E und C sowie Kräuterextrakte und Kräuteröle.
Zusammengefaßt sollte also ein gutes Futter aus Folgendem
bestehen:
- zum größten Teil aus Fleisch (getrocknetes Fleisch, Fleischmehl
, Quelle des Fleisches muß angegeben sein)
- evtl. kleiner Anteil an Innereien (als Eiweiss-, Vitamin-,
Mineralstofflieferant)
- geringer Anteil an Vollkorngetreide bzw. Gemüse
- hochwertige Fettlieferanten tierisch wie pflanzlich (Hühnerfett,
Fischöl, Distel-, Sonnenblumen-, Leinsamenöl)
- Vitamine und Mineralien
- Natürliche Antioxidantien
Zur Orientierung hier einige Inhaltsstoffe die zu den Schlechten
gehören:
- pflanzliche und tierische Nebenerzeugnisse
- Grieben
- Gluten (Allergien!)
- BHA , BHT (EWG – Zusatzstoffe), Ethoxyquin
- Farbstoffe, Zucker, Karamel
- Stärke ( schwerverdaulich )
- Trockenschnitzel, Weizenkleie
- Digest (chemisch hergestellte „vorverdaute“ Nahrung aus
Bindegewebe)
- Sojamehl (niedrige Verwertbarkeit, Allergien)
- Vit. K3 (künstlich, steht in Verdacht krebserregend zu sein)
Erfreulicherweise ist die Palette an wirklich gutem Futter in der
Zwischenzeit doch relativ groß geworden, wenn auch meistens nur
über das Internet zu beziehen.
Im Folgenden finden Sie Links von einigen Online-Shops, die sehr
gute Futtersorten vertreiben:
www.catscountry.de
www.portacat.de
www.bigdog24.de (nur
Hundefutter)
www.evolve-tiernahrung.de
In unsere Futternäpfe kommen Sorten wie Felidae/Canidae, Wild
Thing, Feline Porta 21, Timberwolf.
Zur Abwechslung bekommen unsere Tiere auch mal selbst gekocht,
oder sogar mal roh, was sie ganz besonders lieben und gar nicht so
ungesund und gefährlich ist, wie manch einer behauptet. Allerdings
gilt es auch hier, manche Dinge zu beachten.
Sollten Sie sich dafür interessieren, besuchen sie doch folgende,
sehr empfehlenswerte Webseiten:
www.savannahcats.de
www.barfers.de
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