Wer das Glück hat, eine sibirische Katze bereits zu besitzen,
der weiß nicht nur die Schönheit und Harmonie dieser
Halblanghaarkatze zu schätzen, sondern vor allen Dingen ihren fast
unbeschreiblichen Charakter.
Für mich ist die sibirische Katze die Familienkatze in Perfektion:
unerschrocken und mutig, anhänglich und verspielt ohne dabei
jemals aufdringlich zu sein, unglaublich sozial zu Mensch und
Tier, anpassungsfähig, unkompliziert und pflegeleicht sind nur ein
paar Eigenschaften die sie charakterisieren.
Ursprünglich stammt
die sibirische Katze aus Russland, besser gesagt aus den Weiten
Sibiriens, wo sie sich aufgrund rauher Witterungsverhältnissen im
Laufe der Jahrhunderte zu einer robusten Naturrasse entwickelt
hat. Ihre Aufgabe war es, und ist es heute noch immer, es auf
russischen Gehöften mit Nagern aller Art aufzunehmen.
Vermutlich gerade weil die Sibirier auf Bauernhöfen so „normal“
waren, wurden erst Anfang der 80’er Jahre russische
Katzenliebhaber auf sie aufmerksam, und begannen diese Rasse
gezielt zu züchten. Dank des Mauerfalls wurde die sibirische
Katze allmählich auch in den westlichen Ländern bekannt,
schließlich kam es 1992 zur offiziellen Anerkennung durch die WCF
(World Cat Federation) als eigenständige Rasse, unter Festlegung
eines bestimmten Rasse-Standards (nachzulesen bei
www.wcf-online.de)
Betrachtet man die sibirische Katze genauer,
so ist ihr harmonischer Körperbau besonders auffällig.
Sie ist eine mittelgroße, muskulöse Katze mit kräftigen Beinen,
großen, runden Pfoten und Haarbüscheln zwischen den Zehen.
Der
Kopf bildet ein stumpfes Dreieck, die Schnauze ist abgerundet und
zum Kopf passend.
Der Nasenrücken ist breit, und leicht konkav gewölbt.
Die Ohren
sind mittelgroß, abgerundet und mindestens um eine Ohrenbreite
auseinanderstehend. Sie werden nach vorne geneigt getragen, mit
starker Behaarung des Innenohrs, Haarbüschel auf den Ohren sind
wünschenswert. Die Augenfarbe der sibirischen Katze variiert von
grün bis bernstein, immer passend zur Fellfarbe. Die Augen sind
groß, leicht oval und leicht schräg gestellt.
Im Winter sind
diese Katzen besonders hübsch anzusehen, mich erinnern sie
aufgrund ihrer kompakten Größe und Fellstruktur an kleine Bärchen.
Der Grund dafür, ist die dichte Unterwolle und das besonders lange
Fell an Hals, Brust und Hosen.
In den Sommermonaten zeigt sich die sibirische Katze dafür von
ihrer „schlanken“ Seite. Ihr Fell ist deutlich kürzer als in der
kalten Jahreszeit, nur der buschige Schwanz verrät einem, dass wir
es mit einer Halblanghaarkatze zu tun haben.
Die Farbpalette ist
bei den Sibiriern sehr groß, es ist praktisch für jeden Geschmack
etwas dabei, selbst der Maskenfaktor, bei der sogenannten „ Neva
Masquerade“, mit wunderschönen blauen Augen und dunklen Abzeichen
an den Extremitäten ist vertreten.
Sollten Sie sich nun,
aufgrund all dieser Vorzüge für eine sibirische Katze entscheiden,
denken Sie bitte daran, dass es sich um ein ausgesprochen
geselliges und soziales Tier handelt, das ungeeignet für die reine
Einzelhaltung ist. |